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Avatar von J. Ruben

Der Text trifft einen sehr wichtigen Punkt: Veränderung scheitert oft nicht am Konzept, sondern daran, dass wir den emotionalen Teil ignorieren.

Aber ich würde zwei wichtige Dinge ergänzen:

1. Die Verlustbewältigung funktioniert nur, wenn das Neue tatsächlich besser ist oder zumindest ehrlich kommuniziert wird, warum es sein muss. Wenn Teams durch drei Umstrukturierungen in zwei Jahren müssen, alle mit den gleichen Workshops und Ritualen, wird das irgendwann zynisch. Dann hilft auch kein Stammbaum mehr.

2. Manchmal ist das Problem nicht, dass Teams das Alte vermissen, sondern dass sie dem Neuen nicht trauen. Weil die letzte Veränderung auch schon "die Lösung" sein sollte oder weil klar ist, dass in einem Jahr wieder alles anders wird. Dann ist der Widerstand nicht gegen den Verlust, sondern gegen die Erschöpfung.

Was ich gut finde: Der Hinweis, dass Vermissen okay ist. Dass man nicht sofort in den Aktionsmodus springen muss. Das wird oft vergessen.

Aber gleichzeitig frage ich mich: Reicht ein Ritual wirklich aus, wenn das eigentliche Problem ist, dass niemand mehr an Stabilität glaubt? Vielleicht bräuchten manche Teams weniger Begleitung durch die Veränderung und mehr Pause von der Veränderung.

Avatar von Isa x the friendly note

Vielen Dank für deinen Text und die Aus- und Wechselwirkung von Vergangenheit/Zukunft in Transformationsphasen. Das hat mir einen echten Aha-Moment geschenkt 💎

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