Not-to-do: Diese 3 Dinge solltest du diesen Sommer vermeiden.
Wenn du entspannt durch die Urlaubszeit kommen willst
Über die Hälfte von 2025 ist gelaufen.
Aber ich wollte doch noch…
Aber ich hätte doch schon längst…
Ich muss jetzt aber noch ganz schnell…
Kommt dir bekannt vor? Die Zeit rast und mit ihr steigt der Druck, was du dir für dieses Jahr an Zielen und Plänen gesetzt hast.
Statt dem Druckgefühl nachzugeben, einzuknicken und dich schlecht zu fühlen, möchte ich dir eine Not-to-do-Liste für den Sommer mitgeben:
1. Den Sommer zur Optimierung zu nutzen
Letztes Jahr bin ich mit 3 Büchern, 2 unfertigen Konzepten, die ich „endlich mal richtig durchdenken”, und einer Reihe Calls im Kalender in den Urlaub gestartet. Und kam zurück mit ähnlichem Gepäck gepaart mit schlechter Laune.
Mein Tipp: Lass die hohen Ansprüche an eine produktive Zeit daheim. Es ist vollkommen in Ordnung, nicht mit einer neuen Businessidee oder der besten Teamaufteilung heim zu kommen.
Der Effekt: Wenn wir wirklich abschalten, schaltet sich unser Gehirn erst richtig ein – im Default Mode. Dort entsteht oft die Klarheit, die wir verkrampft gesucht haben. Unser Default Mode Network (DMN) hilft uns, Vergangenes zu verarbeiten, sortieren und im gedanklichen Leerlauf wieder zu uns zu kommen.
2. Denken, dass der Urlaub GANZ TOLL und lebensverändernd sein muss
Die kurze Zeit, in der man Urlaub hat, sollte natürlich bestenfalls schön werden. Was aber, wenn nicht? Letztes Jahr war ich an einem Feiertag mit einem kranken Kind auf der Suche nach einem Arzt im Ausland. So what. Manchmal passt das Hotel nicht, manchmal stellt sich die Begleitung als nervig heraus, manchmal macht das Wetter einem einen Strich durch die Rechnung. Sobald man sich hohe Erwartungen setzt, am besten noch kombiniert mit Verboten, (à la ich DARF bloß nicht in die Mails schauen) kann man meist nur enttäuscht werden.
Das Tückische: Je höher die Erwartungen, desto größer die Lücke zur Realität – und genau diese Lücke stresst uns. In der Psychologie nennt man das Erwartungskongruenz: Zufriedenheit entsteht, wenn Wunsch und Wirklichkeit halbwegs zusammenpassen. Erwartungen kann man natürlich nicht krampfhaft kontrollieren, sie entstehen automatisch.
Der Effekt: Wer mit mehr Spielraum in den Urlaub geht, kommt entspannter zurück – selbst wenn nicht alles läuft wie geplant. Die mitgebrachten Erwartungen sollte man am besten am Anfang wie das Gepäck einmal bewusst einsortieren. Was brauche ich mindestens, damit es ein guter Urlaub für mich wird? Und welche Erwartungen sind überzogen? Wo lasse ich Raum für Überraschendes?
3. Lästige Gewohnheiten mitschleppen – und noch mehr draufpacken
Nur weil wir woanders sind, heißt das nicht, dass wir plötzlich anders ticken. Viele nehmen ihre stressigen Muster einfach mit: Morgens direkt aufs Handy schauen, trotz Auszeit erreichbar sein, im Kopf weiter To-dos sortieren. Und im Urlaub soll das bitte weitergehen, nur noch mit gesunder Ernährung, mehr Sport und Zeit für persönliches Wachstum.
Mein Tipp: Nimm dir nicht noch mehr vor, sondern unterbrich ein Muster bewusst. Lass das Handy im Nebenzimmer. Pack das neu gekaufte Journaling-Workbook nicht ein. Statt neue Routinen obendrauf zu packen, gönn dir kleine Lücken.
In der Psychologie nennt man das cue-triggered behavior: Unser Verhalten wird oft durch äußere Reize ausgelöst – das Handy am Bett, der Laptop auf dem Tisch, die berühmte Zigarette zum Kaffee. Und zwar unabhängig vom Ort.
Der Effekt: Wenn du den Auslöser veränderst, ändert sich oft schon das Verhalten. Und genau dort entsteht das, was wir uns im Urlaub eigentlich wünschen: ein echtes Gefühl von Pause.
🤔 Lass uns teilhaben: Was ist eine Sache, die du dir für diesen Sommer vornimmst? Antworte mir gerne auf die Mail oder im Kommentar.
Ich verabschiede mich in eine kleine Sommerpause ohne große Pläne und wir lesen uns im September wieder.


„Je höher die Erwartungen, desto größer die Lücke zur Realität – und genau diese Lücke stresst uns.“ Danke für das Teilen dieses Reminders ❤️. So gut auf den Punkt.