Streich das Meeting. Schließ die Tabs.
3 kleine Sommer-Impulse, um leichter in die zweite Jahreshälfte zu starten
Ah, herrlich – Sommer.
Für einen kurzen Moment dreht sich das Arbeitskarussell etwas langsamer. Mails bleiben länger unbeantwortet, Termine fallen aus, Abwesenheitsassistenten übernehmen.
Bevor bald alles wieder auf Hochtouren läuft, ist jetzt der perfekte Moment für einen kurzen Reset: Was muss nicht mit in die zweite Jahreshälfte?
Hier kommen drei Impulse, um etwas zu beenden – damit du möglichst leicht wieder einsteigen kannst.
#1: Lösche deine Tabs
Offene Fenster auf Laptop und Handy sind wie kleine Gewichte, die dich unbewusst runterziehen. Das Rezept, das nur nie nachkochen wirst, die abgelaufene Sendungsnachverfolgung, die abgebrochene Recherche. Sorge für Entlastung mit einem Klick.
1. Rufe deine offenen Handytabs auf – und fange jetzt bloß nicht an, die Seiten anzuschauen!
2. Atme durch. Sag hallo zu deiner Verlustaversion! Was hält dich davon ab, sie zu schließen?
3. Ich sage trotzdem: Mach sie zu! Wähle das »X« und »alle Tabs schließen«.
Kurz gezögert? Nicht schlimm – die Verlustaversion muss sich erst verabschieden. Ich verspreche dir: Du wirst nichts vermissen!
#2 Streiche ein Meeting
Dein Kalender ist voll von Sitzungen, Rücksprachen, und Regelterminen. Nur: So viel kannst du gar nicht regeln, wie du dafür reden musst. Es ist Zeit, statt auf “wiederholen” auf “löschen” zu drücken.
Gehe in deinen Kalender auf die Termine, die du verantwortest.
Ziehe Bilanz: Welchen Zweck haben sie, wie war in den letzten Sitzungen Stimmung und Output?
Greife dir eins raus, welches in der Betrachtung nicht gut abschneidet
Trage dir einen Reminder auf den 19.10.26 ein, wo du überprüfst, ob das Meeting vermisst wurde.
Wenn nicht: Glückwunsch, du hast Arbeitszeit gefunden, ohne früher aufzustehen.
#3 Klarschiff bei offenen Anfragen
„Ich melde mich dazu.“
„Da müssten wir nochmal draufschauen.“
„Das greifen wir nach dem Sommer auf.“
Offene Anfragen ziehen Energie, auch wenn sie auf keiner To-do-Liste stehen. Die Einladung zum Afterwork-Event. Der Kennenlernkaffee. Der Sportkurs. Die Idee, die du irgendwann mal prüfen wolltest.
Schreibe deine offenen Anfragen einmal auf.
Gehe sie durch und entscheide, was daraus werden soll:
Wird daraus ein Termin? Dann eintragen.
Wird daraus eine Aufgabe? Dann Zeit blocken.
Wird daraus ein Nein? Dann abschicken.Auch ein vorläufiges Nein zählt. „Gerade nicht“ ist ehrlicher und entlastender als ein monatelanges „Melde mich bald“.
Sommer-Tipps: Mehr Entlastung zum Hören
🎧Wegen guter Führung
Mit Antonia Götsch rede ich darüber, wieso ein Ende wichtiger ist, als ein Anfang und wie Unternehmen und Teams ihre Umbrüche und Enden besser gestalten.🎙️“Weniger Machen, Mehr Schaffen” - das Hörbuch
Habe ich selbst eingesprochen und bin etwas stolz. Das kann man überall hören, zB hier auf Audible oder Spotify.🎧 BuSINNess Mom mit Susanne Dietz
Über Vereinbarkeit und die zusätzliche Belastung von Eltern – und wie gelingt, als Mutter bzw. Vater zu mehr Entlastung zu kommen.


Der Reminder auf den 19.10. ist der Teil, der aus dem Streichen ein Experiment macht, und genau den lassen die meisten weg. Was ich dazulegen würde: Meeting-Last ist meistens ein Symptom.
Wer den Regeltermin streicht, aber die zehn parallel laufenden Vorhaben behält, hat ihn in ein paar Wochen unter neuem Namen zurück, weil sich jedes Vorhaben irgendwann seine eigene Statusrunde erzwingt.
Beim Nachschauen im Oktober würde ich deshalb nicht nur fragen, ob das Meeting vermisst wurde, sondern wo die Entscheidungen seither gefallen sind.
Danke für die Impulse! Wir neigen ja ständig dazu, immer mehr dazu zu nehmen… dabei tut weg lassen so gut! Gerade im Sommer. Tab zu und ab ans Wasser 😎